Project Description

Logo Design von WIESIONAIRE

Logo Design von WIESIONAIRE

Kreativität trifft auf Handwerk – das perfekte Logo und der Weg dorthin.

Wie die reißerische Überschrift schon verrät, werde ich versuchen, den Weg zum perfekten Branding zu beschreiben. Entgegen der allgemeinen Meinung ist hierfür nämlich mehr nötig als eine Stunde am Papier skizzieren, einscannen und fertig.

Am Anfang steht natürlich das Gespräch mit dem Kunden.

Und bereits hier beginnt die eigentliche Arbeit: Man versucht, sich in seinen Gesprächspartner einzufühlen. Seine Vorstellungen bezüglich Aussehen des Logos gedanklich in eine Form zu bringen. Es ist also etwas Menschenkenntnis vonnöten.

Weiter geht’s mit dem oben bereits erwähnten Skizzieren.

Ich persönlich bevorzuge ja Papier und Bleistift, manchmal auch das Grafiktablett.

Es soll auch Designer geben, die sofort mit dem Vektor-Programm ihres Vertrauens loslegen (oder schlimmer noch, mit Photoshop – dazu später mehr). Jedem das Seine, aber hier kann meines Erachtens nichts Gutes rauskommen. Das wäre, als ob ein Landwirt seinen Melkroboter startet, ohne zu wissen, ob nun Kuh oder Stier in der Box steht. Und nun stellt euch mal das Gesicht des Stiers vor!

Thomas Wiesinger beim Zeichnen

Deshalb lieber erstmal einen Plan machen, Ideen ausarbeiten, wieder verwerfen, und dann die RICHTIGE Zutat für die Butter in den Topf geben. Ist man halbwegs zufrieden, kann der Entwurf digitalisiert werden.

Und nun ein kleiner Tipp:

Wenn du dir ein Logo anfertigen lässt und der Grafiker liefert euch keine Vektordatei, dann jagt ihn durch die Nachbarschaft und bewerft ihn mit Gummibällen!

Es gibt natürlich Ausnahmefälle: Im Bereich der Esoterik und der Alternativmedizin zum Beispiel darf es durchaus auch mal verspielt zugehen (wie in meinem Fall bei Seelen-Garten), und auch verschnörkelte Black Metal-Bandlogos sind oft nur als Pixelgrafik umsetzbar. Alles andere: Vektor! Hierzu gibt es ein ziemlich passendes Zitat von Kurt Weidemann, einem deutschen Grafikdesigner und Typografen:

„Ein Logo ist dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann.“

Vom Prinzip her richtig. Ich hab’s mal versucht, bin aber hingefallen. Blieb dann liegen und genoss den Tag am Strand von Bulgarien. Aber das ist eine andere Geschichte…

So, das digitale Logo ist fertig. Gefällt es nicht, wird der Entwurf über den Haufen geworfen und von vorne angefangen. Das ist durchaus im Rahmen, oft trifft man den Geschmack des Kunden nicht beim ersten Versuch.
Der zweite Entwurf ist hoffentlich stimmiger, vielleicht sind auch hier noch ein paar Änderungen nötig. Kein Problem, und auch die Farben passen noch nicht ganz, was ebenfalls angepasst wird. Alles im Paket inkludiert.

Inzwischen wurden schon einige Arbeitsstunden investiert.

Natürlich verteilt auf 3 bis 4 Wochen. Was klischeehaft klingt, ist durchaus gang und gäbe. Man liegt aber dazwischen nicht auf der faulen Haut, sondern arbeitet an anderen Aufträgen, bekommt Abstand und neue Sichtweisen, die dem Logo den vielleicht noch nötigen letzten Kick geben.

Und endlich ist er da: Der Moment, in dem das Logo vom Kunden abgesegnet wird! Aus dem Nichts hat man mit Papier und Bleistift, etwas digitaler Magie und seiner Vorstellungskraft ein neues Firmensignet erschaffen. Stolz und voller Freude wie ein Stier, der nicht gemolken wurde, heißt es jetzt nochmal in die Hände spucken:

Thomas Wiesigner Logo Design mit Tablet

Es gilt, das neue Branding für den Kunden aufzubereiten.

Dieser Schritt ist das Abwaschen nach dem Kochen. Aber unbedingt nötig! Du willst dein Logo schließlich in allen möglichen Formaten: als jpeg, png mit Transparenz, als PDF und Vektordatei. Das Ganze natürlich im CMYK-Modus für den Druck, und in RGB fürs Web. Und in allen gewünschten Farbvariationen, zumindest in der finalen Farbgebung und einfarbig. Gerüstet für alle Eventualitäten.

„Aber Herr W, ich habe bei Google etliche Angebote für 5-Euro-Logo Design gefunden! Das ist doch nichts anderes.“

Klar, kannst du machen. Aber bedenke, dass diese Billig-Logo-Designer meist gescheiterte Melkroboter-Konstrukteure sind, die nicht im Ansatz verstehen, was du willst. Denn Logo Design ist zwar keine Kunst, aber mit viel Herz verbunden.

Mehr Logos findest du hier bei Facebook.

Des Grafikers Hölle: Das eigene Logo

Des Grafikers Hölle: Das eigene Logo

Ich denke, ich bin nicht der einzige Kreative, der eine gefühlte Ewigkeit mit dem Design seines eigenen Logos verbracht hat. Im Gegensatz zu Kundenaufträgen ist dies nämlich ein Kampf gegen Windmühlen, denn man ist nie zu 100 Prozent damit zufrieden.

Meiner Meinung nach liegt dies daran, dass man – im Gegensatz zu erwähnten Kunden-Logos – nie so richtig damit abschließen kann. Da hilft weder eine gesetzte Deadline noch ein Gläschen Wein (im schlimmsten Fall wird – vor Verzweiflung – daraus eine Flasche oder mehr).

Und so haben sich auch bei mir im Laufe der Jahre einige Logos angesammelt. Man kann an ihnen aber auch eine Evolution des Könnens auf dem Gebiet des Logo Designs sehen. Eine Entwicklung, die allerdings noch lange nicht abgeschlossen ist. Und so bin ich mit dem WIESIONAIRE-Logo aktuell zufrieden. Obwohl…

Du brauchst noch mehr Beispiele, bevor dir der Sinn nach einem von mir entworfenen Logo steht? Vielleicht interessiert dich ja einer der nachfolgenden Beiträge.